Reisetagebuch

Kay und Sophie in Australien

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Cape Tribulation

Die Großstadt Cairns gilt als die Hauptstadt der Tropen. Da wir aber den echten Dschungel dem Großstadtdschungel vorziehen, haben wir nach einem kurzen Stadtrundgang Cairns in Richtung Norden verlassen. Den ersten Stopp haben wir am Barron River eingelegt. In der angrenzenden Pumpstation wurden uns Bilder und Videos vom letzten Hochwasser gezeigt. Unser nächstes Ziel war das 150 km weiter nördlich gelegene Cape Tribulation. Der gleichnamige Ort liegt oberhalb des 16. Breitengrades im tropischen Regenwald des Daintree N.P. und ist einer der nördlichsten Punkte der australischen Ostküste, welcher mit einem normalen PKW auf befestigten Straßen erreichbar ist. Die Küstenstraße ist mit eine der schönsten, auf denen wir bisher gefahren sind. So weit das Auge reicht, gibt es hier weißen Sandstrand, blaues Wasser, Palmen und kaum eine Menschenseele. Um nach Cape Trib zu gelangen, muss man mit der Fähre den Daintree River überqueren. Nach der zweiminütigen Fahrt, auf der wir angestrengt aber erfolglos nach den angekündigten Krokos Ausschau gehalten haben, sind wir ein paar Kilometer später zu einem Wanderweg durch den Regenwald abgebogen. Der Weg an sich war sehr schön angelegt und wir haben sogar einen Boyd Dragon (mittelgroße Echsenart) gesehen. Gegen Ende des Weges wurde es auf einmal sehr laut im Regenwald. Es klang, als würde eine Horde Wildschweine auf uns zu rennen. Im Endeffekt waren es zwei sich verfolgende Cassowaries. Der Eine war wohl in das Gebiet des Anderen eingedrungen oder sie haben sich wegen einer Frau gestritten, wer weiß. 😉 Das ganze Spektakel endete, in dem sich die zwei Männchen schnaufend gegenüberstanden und das Weibchen abwechselnd eins der Männchen verjagt. War echt ein lustiges Schauspiel!
In der Region sind wir noch weiteren Wanderwegen durch den Regenwald oder durch Mangroven gefolgt und sind dabei ordentlich von Mücken gepiesackt worden. Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz direkt am Meer, in dem wir abends auch noch Baden waren. Am nächsten Tag haben wir uns für eine exotische Fruchtverkostung angemeldet. Nachdem wir verschiedene, uns unbekannte Früchte vorher schon als Eis probiert hatten, wollten wir nun endlich wissen, wie sie aussehen und vor allem schmecken! Das Tasting war echt toll. Wir durften ca. 10 Früchte probieren, von der wir nur eine kannten – die Pomelo. Black Sapote z.B. wird auch als Schokoladenfrucht bezeichnet, und nicht nur, weil ihr Fruchtfleisch aussieht wie Schokolade. Da muss man beim Naschen endlich mal kein schlechtes Gewissen haben! Toll haben auch die Rollina und Sour Sop geschmeckt, die beide aus der Familie der Custard Apples (vielleicht kennt ihr davon die Durian??) stammen. Des Weiteren gab es Star Apple, Davidson Plum, Yellow Sapote (Aussehen und Konsistenz wie hartgekochtes Eigelb) und Bread fruit. Leider können die wenigsten Früchte nach Europa transportiert werden, weil sie zu empfindlich sind. Als besonderes Highlight wurde uns eine Cashew Nut gezeigt. Weiß einer von euch wie die Frucht eigentlich aussieht? Das Bild ist im Fotoalbum hochgeladen. Wieder was gelernt!
Nach Cape Trib und einer mückenreichen Nacht an einem einsamen Strand (wir sahen aus als hätten wir die Windpocken!) haben wir einen kurzen Halt in Port Douglas gemacht. Da jedoch die Staubwolke von Sydney nun auch hier oben angekommen war, sind wir relativ zügig nach Cairns weitergefahren, um unsere Vorräte aufzufüllen. Um alle zu beruhigen: Wir haben kaum etwas von dem Sandsturm mitbekommen. Es herrschte lediglich etwas schlechtere Sicht, wie auf manchen der Fotos zu erkennen ist. Um unser nächstes Etappenziel – die Atherton Tablelands – zu erreichen, sind wir an einem großen Wasserfall, den sog. Barron Falls vorbeigefahren. Nach einem kräftigen Regen ist dieser bestimmt überwältigend. Übernachtet haben wir anschließend in einem nahen Nationalpark.

 

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